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Hunderte Dateien automatisch umbenennen – KI statt manueller Arbeit

Distill – Dateien automatisch umbenennen mit KI auf dem Mac

Jeder kennt es: Der Downloads-Ordner quillt über, und die Dateinamen helfen kein bisschen weiter. IMG_4521.jpg, Scan_2026_03.pdf, Dokument (3).docx, Bildschirmfoto 2026-04-01 um 14.23.12.png. Was steckt hinter diesen Dateien? Keine Ahnung. Also klickt man sich durch, öffnet, schaut rein, benennt manuell um. Bei drei Dateien geht das. Bei dreihundert nicht.

Genau dieses Problem löst Distill – eine macOS-App, die Dateien mit Hilfe von KI analysiert und automatisch sinnvolle Dateinamen generiert. Kostenlos, mit Vorschau vor jeder Änderung, und auf Wunsch komplett lokal.

Das Chaos im Downloads-Ordner

Dateien kommen aus allen Richtungen: Scans vom Drucker, Fotos vom Handy, Anhänge aus E-Mails, Downloads aus dem Browser. Jedes Programm vergibt einen anderen Dateinamen – und keiner sagt etwas über den Inhalt aus.

Das Ergebnis: Du findest nichts wieder. Die Suchfunktion im Finder hilft nur, wenn du den genauen Dateinamen kennst – oder zumindest einen Teil davon. Aber wer erinnert sich an Scan_20260315_143022.pdf, wenn er die Rechnung vom Elektriker sucht?

Manuelles Umbenennen ist eine Lösung, aber keine realistische. Es kostet Zeit, ist fehleranfällig, und bei grösseren Mengen kapituliert man schnell. Was fehlt, ist ein Werkzeug, das den Inhalt einer Datei versteht und daraus einen brauchbaren Namen ableitet.

KI liest deine Dateien – und benennt sie sinnvoll

Distill macht genau das. Du ziehst Dateien in die App (oder lässt sie einen Ordner überwachen), und die KI analysiert den Inhalt: Bei einem PDF liest sie den Text, bei einem Bild erkennt sie das Motiv, bei einer E-Mail extrahiert sie Absender und Betreff. Aus diesen Informationen generiert die App einen konsistenten Dateinamen nach einem Schema, das du selbst festlegst.

Aus Scan_2026_03.pdf wird zum Beispiel 2026-03-15 Rechnung Elektro-Müller.pdf. Aus IMG_4521.jpg wird 2026-04-02 Foto Baustelle Dachgeschoss.jpg. Kein Raten mehr, kein Durchklicken – die Dateinamen sagen sofort, was drin steckt.

Fünf KI-Anbieter – du entscheidest

Nicht jeder möchte seine Dokumente an einen Cloud-Dienst schicken. Deshalb bietet Distill fünf verschiedene KI-Anbieter, zwischen denen du frei wählen kannst:

  • Claude (Anthropic): Besonders stark bei der Analyse komplexer Dokumente und langer Texte.
  • OpenAI (GPT-4o): Bewährte Allround-Lösung mit hoher Erkennungsgenauigkeit.
  • Google Gemini: Googles KI-Modell mit guter Multilingual-Unterstützung.
  • Ollama (lokal): Open-Source-Modelle, die komplett auf deinem Mac laufen. Keine Daten verlassen den Rechner, kein Account nötig, keine Kosten.
  • Apple Intelligence (on-device): Nutzt die in macOS integrierte KI. Keine zusätzliche Software, keine Konfiguration, alles bleibt auf dem Gerät.

Du kannst den Anbieter jederzeit wechseln. Für vertrauliche Dokumente nimmst du Ollama oder Apple Intelligence, für maximale Präzision Claude oder GPT-4o.

So funktioniert der Workflow

Der Ablauf ist bewusst einfach gehalten:

  1. Dateien auswählen: Ziehe eine oder mehrere Dateien per Drag & Drop in Distill – oder nutze die Finder-Erweiterung direkt im Kontextmenü.
  2. KI analysiert: Distill schickt den Inhalt an den gewählten KI-Anbieter. Innerhalb von Sekunden kommen die Vorschläge zurück.
  3. Vorschau prüfen: Du siehst für jede Datei eine Diff-Ansicht: alter Name links, neuer Name rechts. Nichts passiert ohne deine Bestätigung.
  4. Bestätigen: Ein Klick, und alle Dateien werden umbenannt. Die Änderungen landen in der History – jede einzelne lässt sich sofort rückgängig machen.

Beim Namensschema bist du flexibel: Distill arbeitet mit konfigurierbaren Templates aus Tokens wie Datum, Kategorie und Beschreibung. Du bestimmst, wie deine Dateinamen aussehen sollen – die KI füllt die Werte.

Ordner-Automatisierung

Wer regelmässig Dateien an der gleichen Stelle ablegt – etwa einen Scan-Ordner oder den Downloads-Ordner – kann Distill im Hintergrund arbeiten lassen. Die Ordner-Überwachung erkennt neue Dateien automatisch, analysiert sie und benennt sie nach deinen Regeln um.

Das funktioniert still und zuverlässig. Du legst eine Datei ab, und wenn du das nächste Mal in den Ordner schaust, hat sie bereits einen sinnvollen Namen. Kein manueller Eingriff nötig.

Für Entwickler und Power-User gibt es zusätzlich eine REST API und einen MCP-Server, über die sich Distill in eigene Workflows und Automatisierungen einbinden lässt.

Datenschutz: Lokale Optionen

Nicht jedes Dokument soll über das Internet geschickt werden. Distill bietet deshalb zwei Anbieter, bei denen alle Daten auf deinem Gerät bleiben:

  • Ollama läuft als lokaler Server auf deinem Mac. Du lädst ein Open-Source-Modell herunter, und die gesamte Analyse passiert offline. Kein API-Schlüssel, kein Account, keine Verbindung nach aussen.
  • Apple Intelligence nutzt die in macOS eingebaute KI. Auch hier verlassen keine Daten dein Gerät. Die Einrichtung entfällt komplett – wenn dein Mac Apple Intelligence unterstützt, funktioniert es sofort.

Bei den Cloud-Anbietern (Claude, OpenAI, Gemini) werden die extrahierten Textinhalte zur Analyse an die jeweiligen Server geschickt. Die Dateien selbst werden nicht hochgeladen. Welchen Anbieter du nutzt und wann, entscheidest allein du.

Häufige Fragen

Kostet Distill etwas?

Nein. Distill ist kostenlos im Mac App Store erhältlich. Für die Cloud-KI-Anbieter (Claude, OpenAI, Gemini) benötigst du einen API-Schlüssel des jeweiligen Anbieters. Mit Ollama oder Apple Intelligence funktioniert alles komplett ohne Kosten und ohne Account.

Welcher KI-Anbieter ist der beste?

Das hängt von deinen Prioritäten ab. Claude und GPT-4o liefern die präzisesten Ergebnisse bei komplexen Dokumenten. Ollama ist ideal, wenn alle Daten auf deinem Rechner bleiben sollen. Apple Intelligence bietet die einfachste Einrichtung ohne zusätzliche Software.

Kann ich eine Umbenennung rückgängig machen?

Ja. Distill führt eine durchsuchbare History aller Umbenennungen. Jede Änderung lässt sich mit einem Klick sofort rückgängig machen – egal wie lange sie zurückliegt.

Welche Dateiformate werden unterstützt?

PDFs, Bilder (PNG, JPG, HEIC, TIFF), Office-Dokumente (Word, Excel, PowerPoint), E-Mails, HTML, RTF und Mediendateien. Die KI extrahiert aus jedem Format die relevanten Metadaten für den Dateinamen.

Wie definiere ich das Namensschema?

Über konfigurierbare Templates mit Tokens wie Datum, Kategorie und Beschreibung. Du legst das Schema einmal fest, und Distill wendet es auf alle Dateien an. Mehrere Schemas für verschiedene Ordner oder Dateitypen sind möglich.

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Distill für macOS

Dateien automatisch umbenennen mit KI. Fünf Anbieter, Vorschau, Ordner-Automatisierung. Kostenlos im Mac App Store.