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Linux und macOS VMs auf dem Mac – ohne Parallels

Nemeton – Virtuelle Maschinen auf dem Mac ohne Parallels

Wer auf dem Mac virtuelle Maschinen betreiben will, greift fast automatisch zu Parallels Desktop oder VMware Fusion. Beide Tools funktionieren, aber sie haben einen Haken: Parallels kostet mittlerweile 120 Euro pro Jahr als Abo, VMware wurde nach der Broadcom-Übernahme für den Desktop-Markt weitgehend aufgegeben. Wer Linux oder macOS als Gastsystem braucht, sitzt in einer unbequemen Lage.

Dabei steckt die Lösung bereits im Betriebssystem. Apple liefert seit macOS 11 ein eigenes Virtualization Framework mit, das VMs nativ und ohne Drittanbieter-Kernel-Extensions ausführt. Nemeton macht dieses Framework über eine vollwertige macOS-App zugänglich.

Das Problem: VM-Software als Abo-Falle

Parallels Desktop war jahrelang die Standardlösung für VMs auf dem Mac. Mit dem Umstieg auf ein reines Abo-Modell hat sich das geändert. Wer nicht zahlt, verliert den Zugang zu seinen VMs. VMware Fusion ist nach der Broadcom-Übernahme in eine unklare Zukunft geraten. Für professionelle Anwender entsteht ein doppeltes Risiko: laufende Kosten und Abhängigkeit von der Geschäftsstrategie eines Anbieters.

Gerade Entwickler und Systemadministratoren, die VMs für Tests, CI/CD-Pipelines oder isolierte Entwicklungsumgebungen benötigen, brauchen eine zuverlässige Lösung ohne Vendor-Lock-in.

Der native Weg: Apples Virtualization Framework

Mit macOS 11 hat Apple das Virtualization Framework eingeführt. Es ermöglicht die Ausführung von Linux- und macOS-Gastsystemen direkt über den Hypervisor des Betriebssystems, ohne zusätzliche Kernel-Extensions oder Treiber. Die Virtualisierung läuft auf Hardware-Ebene, was eine Leistung nahe am Bare-Metal ermöglicht.

Auf Apple Silicon kommt ein weiterer Vorteil hinzu: macOS-VMs lassen sich nativ ausführen. Das war mit Intel-Macs und Parallels in dieser Form nicht möglich. Wer etwa eine ältere macOS-Version für Kompatibilitätstests braucht, kann sie als VM betreiben, ohne einen separaten Rechner vorzuhalten.

Was Nemeton kann

Linux-VMs

Nemeton unterstützt die gängigen Distributionen: Ubuntu, Debian, Fedora und Arch Linux. ISO-Downloads werden automatisch verwaltet. Die VM-Konfiguration umfasst CPU-Kerne, Arbeitsspeicher, Festplattengröße, Netzwerk (NAT oder Bridged), Audio-Durchreichung, USB-Geräte und geteilte Ordner. Rosetta 2 ermöglicht die Ausführung von x86_64-Binaries in ARM-Linux-VMs, was den Umstieg von Intel-basierten Workflows erleichtert.

macOS-VMs auf Apple Silicon

Auf Macs mit Apple Silicon können macOS-Gastsysteme ausgeführt werden. Nemeton lädt die benötigten IPSW-Restore-Images automatisch herunter. Das ist nützlich für Entwickler, die ihre Apps auf verschiedenen macOS-Versionen testen, oder für Administratoren, die isolierte Umgebungen für Konfigurationstests benötigen.

Snapshots

Nemeton nutzt Copy-on-Write-Klone auf APFS-Dateisystemen für Snapshots. Das bedeutet, dass ein Snapshot kaum zusätzlichen Speicherplatz belegt, bis tatsächlich Änderungen anfallen. Vor einem riskanten Update einen Snapshot erstellen, testen, und bei Problemen in Sekunden zurücksetzen.

REST API und Automation

Für Automatisierung bietet Nemeton eine REST API mit 42 Endpunkten. VMs lassen sich programmatisch erstellen, starten, stoppen und konfigurieren. Dazu kommen WebSocket- und SSE-Verbindungen für Echtzeit-Events sowie Webhooks für externe Integrationen. Die MCP-Integration ermöglicht die Steuerung über Claude Desktop.

Weitere Funktionen umfassen Inline-Display mit Vollbildmodus, Echtzeit-Diagnosen und Auto-Start von VMs beim Systemstart.

Für wen ist Nemeton?

  • Entwickler – Isolierte Testumgebungen für verschiedene Linux-Distributionen und macOS-Versionen, ohne separate Hardware
  • Systemadministratoren – Server-Konfigurationen lokal testen, Netzwerk-Setups simulieren, Deployment-Prozesse validieren
  • Power User – Linux-Desktops auf dem Mac betreiben, Software in Sandboxes evaluieren, Snapshots für risikofreies Experimentieren

Einmalkauf statt Abo

Nemeton wird als Einmalkauf angeboten. Keine monatlichen oder jährlichen Gebühren, kein Ablaufdatum. Updates sind im Kaufpreis enthalten. Das Lizenzmodell orientiert sich an der Idee, dass Werkzeuge dem Anwender gehören sollten, nicht umgekehrt.

Alle Daten bleiben lokal. Nemeton benötigt keine Cloud-Anbindung, kein Konto beim Hersteller und sendet keine Telemetriedaten. Die VMs und ihre Konfigurationen liegen vollständig auf dem eigenen Rechner.

Häufige Fragen

Funktioniert Nemeton auf Intel-Macs?
Nemeton unterstützt macOS 14 Sonoma oder neuer. Linux-VMs laufen grundsätzlich auch auf Intel-Macs. macOS-Gastsysteme erfordern jedoch Apple Silicon.

Welche Linux-Distributionen werden unterstützt?
Ubuntu, Debian, Fedora und Arch Linux. Die ISO-Downloads werden direkt in der App verwaltet.

Wie ist die Leistung im Vergleich zu Parallels?
Nemeton nutzt dasselbe Virtualization Framework, das auch UTM und andere native Tools verwenden. Die Leistung ist vergleichbar mit Parallels bei Linux-Gastsystemen. Da kein Übersetzungs-Layer für Windows nötig ist, entfällt der Overhead, den Parallels für x86-Emulation mitbringt.

Kann ich Windows-VMs ausführen?
Nein. Nemeton konzentriert sich auf Linux- und macOS-VMs. Für Windows auf Apple Silicon gibt es derzeit keine native Lösung über Apples Virtualization Framework.

Nemeton im Store ansehen

Nemeton – VM Manager für macOS

Linux- und macOS-VMs nativ verwalten. Einmalkauf, keine Abokosten.